Podcast #87: Thomas Wuttke im Gespräch mit Dr. Axel Koch, Professor für Training und Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning. Es geht um Sinn und vor allem Unsinn von Change. Sein Buch “Change mich am Arsch” ist Grundlage für dieses interessante und amüsante Telefoninterview.

Change bis zum Umfallen

Ich bin zufällig über das Buch gestolpert und musste bei der Überschrift laut lachen. Kamen mir doch verschiedene Kundensituationen in den Sinn, deren Mitarbeiter theoretisch auch Autoren dieses Buchs hätten sein könnten.

Das Problem ist ja nicht der Change an sich. Change ist gut und wir brauchen auch Veränderung. Und Change ist keine Modeerscheinung, es hat ihn schon immer gegeben bzw. wird ihn auch immer geben müssen. Wer Kinder hat, weiß, wovon ich spreche.

Das Problem ist vielmehr die Häufigkeit und der Dilettantismus in der Durchführung. Wenn die Change-Initiativen durchs Großraumbüro fegen wie die Tiefdruckgebiete im Februar, dann verliert man schnell den Überblick und vor allem die Lust auf Neues. Ist ja bald eh wieder anders…Und was den Dilettansiamus angeht: wenn die Mitarbeiter wissen, dass das sowieso nicht funktionieren kann, wenn die ganzen Sprüche von Synergien, Marktpotentialen und Kostenreduktionen keiner Praxisprüfung standhalten, was sollen sie dann machen?

Wie motiviert können die Mitarbeiter den Change dann noch begleiten und unterstützen?

Um was geht es?

Der Titel des Buches ist zugegebenermaßen etwas derb. Aber trifft den Zeitgeist im Kern.

Change hat viele Gesichter – die von freigestellten Leistungsträgern, verramschten Fachkräften, frustrierten und orientierungslosen Mitarbeitern.

Doch nicht nur für die Mitarbeiter sind Restrukturierungen Outsourcing und New-Work-Fantasien oft der blanke Horror. Durch die unrealistische Erwartungshaltung der Führungsetagen entsteht auch ein gewaltiger wirtschaftlicher Schaden. Und über jeder Change-Maßnahme schwebt drohend die Frage, wie lange Menschen und Unternehmen die Überdosis an Change noch aushalten.

Tipps am Ende

Am Ende unseres Interviews gibt Axel Koch noch spezielle Hinweise, wie man mit dem Change-Dilemma umgeht, damit es eben nicht zu einer “CmaA”-Situation kommt.

Die Tipps gliedern sich in Tipps für

  • Führungskräfte, also diejenigen, die den Change maßgeblich zu verantworten haben
  • Projektleiter, also diejenigen, die den Change unters Volk bringen und letztlich stolz drauf sind, dass sie die Protagonisten des Change sind und den
  • Changebetroffenen, also diejenigen, die den Change ertragen müssen

 

Weitere Links: #86 Teams mit einem Team-Canvas ausrichten

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Als Kurzzusammenfassung bei Blinkist (auch als Audio) 

Weitere Informationen zu dem Buch finden Sie hier: https://change-mich-am-arsch.com/

(MPOD087) Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2020, (c) Copyright by Gita GmbH Herrsching.