Podcast #41: In diesem Podcast geht es um Führen und Entscheiden im Vergleich von Militär- und Zivilprojekten. Wir sind mitten in Brandenburg. Thomas Wuttke interviewt Stefan Döge, ehemaliger Hauptmann der Bundeswehr und nun Projektleiter im Umfeld des autonomen Fahrens.

Dieses Interview hatte eine sehr spezielle Herausforderung. Ursprünglich war geplant, dass wir uns bei herrlichstem Oktoberwetter in den Garten des Seminarhotels zurückziehen. Das Hotel ist jedoch etwas abgelegen. Und abgelegen ist gleichbedeutend mit ländlich. Und ländlich bedeutet viele Nutztiere. Kurzum: Wegen lauten Muhens der Kühe mussten wir uns wieder in die Innenräume zurückziehen. Ländlich…

Stefan Döge hat bei der Bundeswehr Führung von der Pike gelernt. Kein Wunder, denn die Bundeswehr bildet ihren Führungskräftenachwuchs kontinuierlich aus und schafft damit auch die Voraussetzung für den Einsatz im Ernst- oder Krisenfall. Stefans Einsätze waren unter anderem im Umfeld der KFOR und ISAF-Missionen.

Es geht uns aber nicht um die Führungskräfteausbildung der Bundeswehr. Interessant ist der Vergleich mit dem “zivilen” Projektleben. Wie erfährt ein Offizier (auch wenn a.D.) die Hierarchie im “normalen” Projektgeschäft? Was sind seine Rückschlüsse auf Zeitgenossen, die führen, aber Führen nie gelernt haben? Und warum krankt es an der Unsitte, ständig keine Entscheidungen zu fällen?

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Am Ende ist es aber nicht nur die Führungskräfteausbildung, die den Unterschied macht. Es ist das Selbstverständnis des Projektleiters, für seine Taten auch Verantwortung zu übernehmen.

Stefan ist übrigens der Meinung, dass Führung nicht erlernt werden kann. Es sollte bereits “genetisch” vorhanden sein, um in der Führungskräfteausbildung dann fein geschliffen werden zu können. Ein interessanter Gedanke, der – wenn man ihn weiterdenkt – einen gehörigen Einfluss auf die Berufung von Projekt “managern” hätte…

(MPOD041) Letzte Aktualisierung: 03. Dezember 2018, (c) Copyright by Gita GmbH Herrsching.