Wenn Sie mit dem PMP Zertifikat Ihre Kompetenz als PMP (Projekt Management Professional) nachweisen wollen, finden Sie hier alle relevanten Informationen, die Sie Ihrem Ziel einen entscheidenden Schritt näher bringen.

Von Thomas Wuttke, PMP

Warum PMP werden?

Nach wie vor ist das PMP Zertifikat der Platzhirsch und Marktführer im Bereich der Projektmanagement Zertifizierung. Über 875.000 Personen weltweit tragen diese Auszeichnung nach abgelegter Prüfung.

Denn: Das PMP Zertifikat ist höchst angesehen und wird nicht so großzügig und inflationär ausgegeben, wie die diversen SCRUM Master Titel.

Wer PMP ist, kann stolz darauf sein – und nach wie vor unternimmt PMI größte Anstrengungen, damit der gesamte Zertifizierungsprozess Weltklasse bleibt.
Vielleicht sind Sie aber noch gar nicht sicher, ob Sie wirklich PMP werden wollen.
Wenn Sie sich deshalb erstmal generell einen Überblick zum Thema Zertifizierung im Projektmanagement und mögliche andere Zertifikate verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen diesen Magazinbeitrag, in dem wir die gesamte Projektmanagement-Zertifizierungslandschaft genau beleuchten.

Wer ist PMI?

PMI – das Project Management Institut – ist ein Berufsverband für Projektleiter mit Sitz in den USA. Eine ausführliche Vorstellung dieser Organisation finden Sie in diesem Magazin Beitrag.

Als großer Berufsverband gibt PMI übrigens nicht nur das PMP-Zertifikat heraus, sondern bietet seinen Mitgliedern neben der Zertifizierung eine ganze Reihe von Leistungen, wie eine sehr große Onlinecommunity, Kongresse, Weiterbildungsangebote und vieles mehr.

Zwei Fokus-Themen machen den Verband besonders populär:

  1. DER Projektmanagementstandard PMBOK Guide, der für die Verbandsmitglieder in mehr als zehn Sprachen als PDF frei erhältlich ist.
  2. Die Zertifizierungen, allen voran der PMP. Speziell dazu haben wir für Sie in unserem Magazinbeitrag eine gute Übersicht zusammengestellt, welche weiteren Zertifizierungen bei PMI noch erhältlich sind.

PMP werden: Vorbereitung zur Prüfung

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Das PMP Examen ist nicht trivial und wer es geschafft hat, darf sich wirklich als Projektmanagement-Profi bezeichnen. Viele wird interessieren, ob man die PMP Prüfung auch auf Deutsch ablegen kann, oder ob alles auf Englisch stattfindet, da es ein amerikanischer Verband ist. Um es kurz zu machen: Ja, es gibt Übersetzungshilfen auf Deutsch und die empfehlen wir auch ausdrücklich! Details hierzu finden Sie in unserem Magazin Beitrag „PMP-Prüfung auf Deutsch ablegen“.

Auch die Frage nach dem zeitlichen Aufwand für die PMP Zertifizierung kommt immer wieder auf: Rechnen Sie im Schnitt mit ca. 2-4 Monaten Vorbereitungszeit. Bei manchen geht es auch schneller – oder eben langsamer.

Damit Sie zügig an Ihr Ziel kommen, haben wir für Sie die relevanten Schritte zur Vorbereitung auf die Prüfung hier zusammengefasst.

WePmp-werden-fragennn Sie einen Vorgeschmack von der Tiefe und dem Detailierungsgrad der Prüfung bekommen möchten, erhalten Sie einen Einblick in die Details der Projektmanagement-Methodenkonzepte. In unserem Magazin Beitrag „Viel Scope – viel Plan“ finden Sie zudem einen kleinen Test der Ihnen zeigt, auf welchem Niveau die PMP Prüfung abläuft.

Denn wenn Sie z. B. die unterschiedlichen Dokumente im Bereich Inhalts- und Umfangsmanagement (Scope) auseinanderhalten können, dann sind Sie schon ziemlich versiert und können theoretisch schon mal nach einem Prüfungstermin Ausschau halten.

Anmeldung und Audit

Die Anmeldung bei PMI zur Prüfung ist kein Hexenwerk, aber auch keine Sache von fünf Minuten. Denn Sie müssen bei der Anmeldung Ihre Erfahrung und Ausbildung detailliert dokumentieren. Diese Dokumentation der Angaben wird in 10 % aller Fälle auditiert – also ziemlich häufig. Und: ja, man kann auch bei diesem Audit bereits durchfallen!

Damit Ihnen das nicht passiert, befassen sich diese Beiträge in unserem Online-Magazin tiefgreifend mit dem Thema Anmeldungen und Audit:

PMP werden: Die Prüfung

Genau genommen besteht die PMP Prüfung aus diesen vier „E“s:

  1. Education
  2. Experience
  3. Exam
  4. Ethics

Ausbildung und Erfahrung (Education und Experience) haben Sie bereits mit der Anmeldung dokumentiert. Ihre Zustimmung zum Code of Ethics erfolgt durch das Anhaken eines kleinen

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Kästchens während der Anmeldung. Damit ist das Thema Ethik allerdings noch nicht erledigt, denn die Details des Code of Ethics werden in der Prüfung situativ abgefragt.

Zum großen Thema Examen: Was Sie in einem Testzentrum genau erwartet, erfahren Sie detailliert ausgeführt in unserem Magazin Beitrag „Mitten drin im PMP Examen“.

Zentraler Bestandteil des Examens sind die 200 Prüfungsfragen, die Sie in vier Stunden beantworten müssen – als größte Herausforderung des gesamten Prozesses. Diese Fragen sind nicht trivial, sondern situativ, wortreich und sie werden gemeinhin als schwierig bezeichnet. Alle Details zu den Fragen – woher sie kommen, wie sie lauten, welche Fragetypen es gibt und wie Sie die Fragen am besten mittels einer vorher zurechtgelegten Strategie beantworten – haben wir hier für Sie aufgeführt.

Bestanden oder nicht bestanden?

Das Ergebnis des PMP Examens wird Ihnen unmittelbar im Prüfungsraum mitgeteilt. Unmittelbar heißt: Zehn Minuten vor dem weißen Bildschirm warten und hoffen, dass es geklappt hat!

Bitte beachten Sie, dass PMI die Latte bewusst hochhängt. Es sollen gar nicht alle bestehen. Das ist jedoch keine Willkür, sondern eine dynamische Anpassung der Prüfungsergebnisse an Zielvorgaben.

Sollten Sie durch das PMP Examen durchgefallen sein, heißt es: Aufstehen, Krone richten und gleich zum nächsten Versuch antreten! pmp-werden-mit-erfolgHilfreiche Details und Tipps was Sie tun sollten, wenn Sie die Prüfung nicht bestehen, finden Sie im Artikel „Wenn Sie durch die PMP Prüfung gefallen sind“.

Wir fokussieren aber lieber die 80 % aller Prüflinge, die bestehen. Die Chance, dass Sie dazu gehören, erhöht sich immens, wenn Sie sich mit uns gemeinsam vorbereitet haben.

Doch wie geht es danach weiter? Denn das PMP Zertifikat wird nur für drei Jahre vergeben und muss danach erneuert werden. Das erfolgt zum Glück nicht durch eine nochmalige Prüfung, sondern durch das Sammeln von 60 sogenannten PDUs innerhalb von drei Jahren.

Das ist aber nur noch ein vergleichsweise kleiner Aufwand und natürlich haben wir alle Möglichkeiten zum PDU-Sammeln ausführlich in einem E-Book dokumentiert. Sie können es  hier in diesem Magazinbeitrag kostenfrei herunterladen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Überblick alle Information zur Verfügung gestellt zu haben, die Sie für Ihre Entscheidung für oder gegen die PMP Zertifizierung brauchen. Und natürlich, dass Sie Ihr PMP Zertifikat bald stolz in den Händen halten.

Über den Autor:

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Thomas Wuttke, PMP, PMI-RMP, PMI-ACP, CSM war für drei Jahre im Board of  Directors für Zertifizierung bei PMI in Philadelphia tätig und hat seit 1999 viele tausend PMPs erfolgreich ausgebildet – über 90 % davon in Deutsch. Seinen eigenen PMP hat er 1996 in Boston abgelegt – damals noch in 8 Stunden Prüfungszeit. Im Jahre 2004 erschien die erste Auflage seines Buches „Das PMP-Examen“. Details zur aktuellen Auflage und Hinweise zur Bestellung über den Buchhandel gibt es hier.

Weiterführende Links: 

Wenn Sie Ihre Prüfung bestanden haben, gilt es, Ihr Wissen frisch zu halten. Das ist gar nicht so schwer, wenn Sie wie folgt vorgehen:

WIE GEHT DAS MIT DEM PDU-SAMMELN?

Kennen Sie schon unsere PMP-Podcasts?  Hier finden Sie Fragen und Antworten aus der Welt des Projektmanagements zum Anhören und Downloaden.

(MPMP01) Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2019, (c) Copyright by Gita GmbH Herrsching
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