Wenn Sie sich künftig mit dem Titel „PMP®“ schmücken wollen, dann müssen Sie sich dem PMP-Examen nach PMI stellen. Das bedeutet, eine vierstündige, computerbasierte Prüfung bestehen, in der Sie 200 PMP-Fragen zu beantworten haben. Hier erfahren Sie, welche  drei Typen von PMP-Fragen im Examen auf Sie zukommen. Und ausprobieren können Sie das alles sofort mit unseren 100 kostenlosen PMP-Fragen.

PMP-FragenWie kann man sich am besten auf das PMP-Examen vorbereiten? Die Antwort lautet: üben, üben, üben… Die unterschiedlichen Fragentypen immer und immer wieder mit Hilfe von Probeexamen oder Einzelfragen durcharbeiten.

Sie bekommen ein komplettes Set aus 200 Prüfungsfragen auf unserer Webseite. Weitere Übungsfragen finden Sie auch im Buch „Das PMP-Examen“ von Thomas Wuttke/Peggy Gartner.

Um „einfache Fragen“ ohne Zeitverlust beantworten zu können, müssen daher Definitionen, Berechnungsformeln und Fachausdrücke (auf Englisch) stets präsent sein (evtl. zu Beginn der Prüfung aufschreiben – Papier und Stift werden vom Testcenter gestellt).

Drei Arten von PMP-Fragen gibt es

PMP-Fragen unterliegen Auflagen, die das PMI selbst erhalten hat. Und diese Auflagen wiederum entstammen der Dachorganisation der zertifizierenden Organisationen in Nordamerika. Sie gibt für ihre Mitglieder faire, vergleichbare und neutral bewertbare Zertifizierungsstrukturen vor. Die 200 Prüfungsfragen lassen sich in drei Gruppen von Fragetypen einteilen:

Einfache PMP-Fragen

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt jede Menge ziemlich einfacher und trivialer PMP-Fragen, die in relativ kurzer Zeit zu beantworten sind. So eine PMP-Frage könnte also folgendermaßen aussehen:
Der Projektmanagementplan ….
1. stellt das Erreichen der Kostenziele des Projekts sicher.
2. stellt das Erreichen der Terminziele des Projekts sicher.
3. verbessert die Kommunikation innerhalb des Projektteams.
4. dokumentiert die wesentlichen zu berücksichtigenden technischen Alternativen.

Einfache Antworten

PMP-Fragen

Wir merken uns grundsätzlich, dass im Projektmanagement gar nichts garantiert oder sichergestellt werden kann. Ein Projekt ist einmalig und hat auch jede Menge Unsicherheiten. Deswegen fallen die Antworten 1 und 2 schon mal weg. Außerdem wäre es schön, wenn man seine Kosten- und Terminziele so einfach erreichen könnte…
Die Antwort 3 hört sich aber nicht schlecht an.
Die Antwort 4 kann es ebenfalls nicht sein, weil im Projektmanagementplan in erster Linie die Projektmanagementaspekte zusammengefasst sind und keine Dokumentation der Produktalternativen (vgl. Prozess 4.2. im PMBOK Guide). Somit ist die richtige Antwort also die Nummer 3.

Textreiche PMP-Fragen

Es besteht seit einiger Zeit ein Trend, den Fragentext vieler PMP-Fragen voluminöser werden zu lassen. Das kostet Zeit zum Durchlesen, Verstehen und Analysieren. Eine derartige Frage könnte z.B. so aussehen:
Sie übernehmen ein Projekt ungefähr zur Hälfte seiner zweijährigen Laufzeit. Das Team besteht aus insgesamt 56 Mitarbeiten, mit z.T. externen Mitarbeitern mehrerer Unternehmensberatungen. Es geht um ein Teilprojekt im Rahmen einer Entwicklung eines energieeffizienten Flugzeugtriebwerks. Das Team kommt aus vier Ländern mit zwei kleineren und zwei größeren Standorten. Es gilt herauszufinden, wie diese Einheiten zusammenarbeiten, welche Technologie verwendet wird und wie sich dieses Team überhaupt in der Abstimmung zu den verschiedenen Arbeitspaketen organisiert hat. Wo würden Sie diese Informationen am ehesten suchen (und finden)?
1. Im Kommunikationsmanagementplan
2. In der Kommunikationsanalyse
3. Im letzten Kapitel der Kommunikationsrichtlinie des Projekts
4. In der Kommunikationsmatrix

Kompliziertere Antworten

Diese Examensfrage ist ein Beispiel für die voluminöse Version. Zwar ist das auch nur eine Definitionsabfrage, aber es wird ein Szenario geschildert, das Zeit zum Lesen kostet. Noch mehr zu Lesen hat man, wenn man eine Übersetzungshilfe wählt, z.B. Deutsch. Denn die „Prüfungssprache“ ist Englisch, was bedeutet, dass die Antworten nur in dort angeklickt werden können. Das bringt erheblichen Scroll-Aufwand mit sich: Deutsche Frage durchlesen, dann bis an das Ende der darunter befindlichen englischen „Originalversion“ scrollen, dort finden sich die Radio-Buttons. Im Zweifelsfalle (auch bei missverständlichen Übersetzungen oder gar Übersetzungsfehlern) gilt übrigens die englische Version er PMP-Fragen.

PMP-Fragen

Textreiche Fragen unbedingt vorher üben.

Doch zurück zur textreichen Frage von oben: Die richtige Antwort ist, per Definition des PMBOK Guide, Antwort Nr. 1: „Im Kommunikationsmanagementplan“. Denn dieser ist ein Ergebnis des Prozesses 10.1.
In der Tat berichten Teilnehmer oft von Zeitproblemen. Die richtige Strategie kann da nur sein, die „sicheren Bänke auch sicher zu machen“.  Also in allen Definitionen, Formeln und Grundlagen fit zu sein und sich durch die Beantwortung von entsprechenden Probefragen an diese Art der Fragestellung zu gewöhnen.

PMP-Fragen nach der besten Möglichkeit

Als letztes Beispiel kommt hier die wohl schwierigste Frageform. Es handelt sich hierbei um ein Szenario, das keine Definition abfragt (wie das 2. Beispiel oben), sondern eine Situation schildert und dann nach der besten Möglichkeit sucht. Das trickreiche dieser PMP-Fragen besteht darin, dass die vier Antwortmöglichkeiten sehr dicht beieinander liegen. Irgendwie sind alle „ein bisschen richtig“. Diese Fragen bringen viele Prüflinge zur Verzweiflung, weil sie subjektiv ein ständiges Gefühl des „Ratens“ verursachen.

Das Beispiel dazu könnte so aussehen – PMP-Frage:

Für das SAP-Migrationsprojekt liegt ein ausgefeilter Kommunikationsmanagementplan vor. Er entstand auf Basis einer Stakeholder-Analyse und ist für die Mitglieder des Projektteams jederzeit auf einem Projektlaufwerk zugänglich. Eine neue Version des Risikomanagementplans (RMP) wird gemäß Kommunikationsplan an die relevanten Stakeholder verteilt. Während der Mittagspause werden Sie als verantwortlicher Projektleiter von einem Abteilungsleiter – ein wichtiger Stakeholder – angesprochen, dass dieser die neue Version nicht erhalten habe. Nur rein zufällig habe er einen Blick während eines anderen Meetings in das Papier werfen können. Schlimmer noch, er ist mit der dort neu getroffenen Budgetierungsregelung für quantitativ analysierte Risiken nicht einverstanden. Was nun?

Die Antwortmöglichkeiten:

1. Sie notieren sich den Fauxpas in Ihrem Zeitplaner und werden dieses Gespräch nicht vergessen. Der fehlende RMP wird nachgeschickt.
2. Dieser Sachverhalt muss auf die Agenda des nächsten Steuerkreises – womöglich haben wir noch jemanden vergessen und nicht informiert.
3. Das darf nicht noch einmal vorkommen. Daher erhalten die Abteilungsleiter künftig jede Projektkommunikation in CC oder BCC.
4. Der Kommunikationsmanagementplan hat offensichtlich eine Lücke. Diese gilt es zu finden, zu schließen und eine neue Version zu erstellen.

Differenzierte Antworten

Eine zugegebenermaßen noch leichtere Variante. Aber beachten Sie auch hier das Textvolumen. Außerdem sind die Antworten differenzierter zu sehen.
Antwort 1: Eigentlich gar nicht schlecht, aber private Notizen werden das Problem wahrscheinlich nicht nachhaltig lösen. „Mein Zeitplaner“ ist der falsche Ort, meinem Kollegen kann das gleiche Missgeschick wieder passieren.
Antwort 2: Der Steuerkreis wird sich (hoffentlich) bedanken, wenn operationale Fehler zum Tagesordnungspunkt erhoben werden. Das ist alleine Sache des Projektleiters, er trägt die Verantwortung.
Antwort 3: Hier ist die nächste Dankesrunde zu erwarten, wenn die Abteilungsleiter jede Projektkommunikation in Kopie erhalten. Nennt sich Spam und Melden macht nicht frei…
Antwort 4: Die einzig sinnvolle Antwort…

Fazit zu den Zertifizierungsfragen:

PMP-Fragen

Man sollte sich auf die unterschiedlichen Fragetypen gut vorbereiten.

Das Zauberwort in diesem Bereich heißt also schlicht und ergreifend: Üben und am besten noch mehr üben! Und dazu auch Definitionen, Berechnungsformeln und Fachausdrücke (auf Englisch) einfach in- und auswendig lernen!

Ein Probeexamen mit 200 Prüfungsfragen können Sie unter möglichst echten Examensbedingungen jederzeit daheim ausprobieren. Und nun: Viel Erfolg!

 

 

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