In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der “Anatomie” der PMP-Fragen. Wie werden sie erstellt, woher kommen die Fragen, und wie sehen sie aus. Nach Durchsicht dieses Beitrags verstehen Sie vielleicht einige Merkwürdigkeiten im PMP-Examensprozess besser und sind auf die unterschiedlichen Fragentypen vorbereitet.

Von Thomas Wuttke, PMP

Wie werden die PMP-Fragen erstellt?

Grundsätzlich werden die PMP Fragen von Praktikern erstellt, meistens sehr erfahrene Leute, fast immer PMPs. Diese Personen – im PMI Jargon “Item-Writer” genannt – erstellen den Erstentwurf einer Frage auf Basis gängiger Literatur, sowie der Role Delineation Study des PMI und natürlich des aktuellen PMBOK Guides.

Das bedeutet, dass der PMBOK Guide nur eine von mehreren Quellen ist. Ist zwar eine sehr wichtige Quelle, aber nicht die Einzige. Ergo gibt es auch Fragen in der PMP-Prüfung, deren Auflösung nicht im PMBOK Guide zu finden ist.

Ich war vor Jahren selbst einmal Item-Writer und beeindruckt von der Fragenschreib-Veranstaltung: Sieben PMPs trafen sich für ein Wochenende in London und entwarfen in dieser Zeit 18 Fragenrohlinge. Was mir damals wenig erschien war in den Augen des PMI-Managers ein gutes Ergebnis, mit dem er zufrieden nach Philadelphia zurückkehrte. Es wurde viel diskutiert, jede Frage eines jeden Teilnehmers wurde vor und rückwärts durchgesprochen.

Aus welchen Büchern/Werken kommen die Fragen?

Die Fragenschreiber selbst verwenden nun nicht jede mögliche Quelle, sondern beschränken sich auf gängige Literatur. Für das Examen, das ab dem 1.1.2021 gilt, gibt PMI z.B. folgende Quellen an:

  • Agile Practice Guide Author: Project Management Institute
  • A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK® Guide) 6th Edition Author: Project Management Institute
  • Project Management: A Systems Approach to Planning, Scheduling, and Controlling Author: Harold Kerzner
  • Effective Project Management: Traditional, Agile, Extreme, Hybrid Author: Robert K. Wysocki
  • Fundamentals of Technology Project Management, 2nd Edition Author: Colleen Garton with Erika McCulloch
  • Project Managers Portable Handbook, 3rd Edition Author: David Cleland and Lewis Ireland
  • Information Technology Project Management, 7th Edition Author: Kathy Schwalbe Essential
  • Scrum: A Practical Guide to the Most Popular Agile Process Author: Kenneth S. Rubin Project
  • Management: The Managerial Process Author: Erik Larson
  • The Project Management Tool Kit: 100 Tips and Techniques for Getting the Job Done Right Author: Tom Kendrick

Heißt das, dass Sie die alle lesen müssen??? Nein… Das haben wir schon gemacht 🙂

5 Testfragen in der echten PMP-Prüfung…

PMP-Fragen

Diese Rohlinge werden von einer zweiten Gruppe nochmals betrachtet, ggfs. geändert, verworfen oder befördert. Befördert heißt, dass diese Fragen dann in die Produktion übernommen und übersetzt werden und als  “Test” in die aktuellen PMP-Examen eingespielt werden.

Dort – also in den echten PMP-Prüfungen der Examenskandidaten – tauchen dann die Fragen im Rahmen der 5 Fragen wieder auf, die für das Examensergebnis nicht zählen. Natürlich unmarkiert und für den Prüfling als solche nicht erkennbar. Die Testfragen werden erst dann zu vollwertigen Fragen für künftige Prüflinge, wenn die Fragen einer PMI-Internen Vorgabe bzgl. des richtig/falsch- Verhältnisses entsprechen. Oder auch: Wenn alle Prüflinge eine dieser Test-Test-Fragen richtig beantworten, war die Frage zu leicht, wenn keiner die Frage knackt, war sie wohl zu schwierig. Und irgendwo dazwischen gibt es ein “bestanden” – nicht für den Prüfling, sondern für die Frage.

…und 175 weitere…

Insgesamt besteht das PMP-Examen aus 180 Fragen. Vor 2021 waren es noch 200 Fragen, ab 2021 sind es “nur” noch 180. Das sind die oben erwähnten 5 Testfragen, die nicht zählen und die 175 eigentlichen Fragen, die den Score ergeben. Diese 180 Fragen müssen in maximal 210 Minuten (3,5 Stunden) beantwortet werden, was eine Beantwortungszeit von etwas mehr als ca eine Minute pro Frage bedeutet.

1 Frage – 4 Antworten – nur eine ist richtig. Meistens…

Multible Choice

In den meisten Fällen ist nur eine der Antwortmöglichkeiten korrekt.

Grundsätzlich hat eine PMP Frage immer vier Antwortmöglichkeiten, wovon nur eine Antwort die richtige ist. Das war jahrelang ein Axiom, auf das man sich verlassen konnte – auch wenn man manchmal den subjektiven Eindruck hat, es stimmen doch alle vier Antworten.

Mit der Prüfungsumstellung vom Januar 2021 tauchen nun aber erstmals Fragen auf, die 2 (zwei) richtige Antworten haben.  Auf diesen Umstand wird im Text deutlich hingewiesen. Das bedeutet, dass die Frage nur dann richtig beantwortet ist, wenn beide Antworten richtig angegeben sind. Wird nur eine Antwort statt zwei gegeben, oder eine richtig, eine falsch, ist die Gesamtfrage als falsch beantwortet anzusehen.

Nur PMI hat Zugriff auf die Prüfungsfragen

Der gesamte Prüfungsprozess einschließlich der Erstellung und Verwaltung und auch Vorprüfung der PMP-Fragen unterliegt Auflagen, die der Dachorganisation der zertifizierenden Organisationen in Nordamerika entstammen. Sie gibt für ihre Mitglieder Rahmenbedingungen für  faire, vergleichbare und neutral bewertbare Zertifizierungsstrukturen vor. Warum ist das interessant? Nun, ein Aspekt ist die Vertraulichkeit der Prüfungsfragen. PMI behandelt die Prüfungsfragen (man munkelt es gäbe einen Pool von ca. 5000 Stück) als Staatsgeheimnis. Heißt aber auch, dass niemand – wirklich niemand – im Besitz dieser Prüfungsfragen ist.

Wenn wir hier bei Wuttke&Team unsere Kandidaten auf das Examen vorbereiten, verwenden wir Fragen, die dem Examen nachempfunden sind, die wir aber selbst erstellt haben. Das machen alle anderen auch so, denn wie gesagt, niemand hat Zugriff auf die echten Fragen.

Nun drängt sich natürlich die Frage auf, woher wir wissen, ob unsere Fragen den Prüfungsfragen entsprechen? Nun, dieses Feedback erhalten wir hundertfach von unseren Teilnehmern …

Es gibt unterschiedliche Typen von PMP Fragen

Egal welcher Typ: Um PMP Fragen ohne Zeitverlust beantworten zu können, müssen die Definitionen, Berechnungsformeln und Fachausdrücke (auf Englisch) sattelfest sitzen. Es empfiehlt sich, Formeln  zu Beginn der Prüfung aufzuschreiben, sich also in der Prüfung eine Art Spickzettel selbst zurecht zulegen. Das ist erlaubt. Allerdings steht Ihnen hierfür nur ein Wishpad (Testcenter) oder Whiteboard-App (Online-Test) zur Verfügung. Und natürlich entwickeln Sie Ihren Spickzettel in der zur Verfügung stehenden Testzeit. Aber diese Zeitinvestition lohnt sich.

Typ 1 – Einfache PMP-Fragen

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt auch ziemlich einfache und triviale PMP-Fragen, die in relativ kurzer Zeit zu beantworten sind. So eine PMP-Frage könnte folgendermaßen aussehen:

Ein Projektmanagementplan sollte nicht mit einem Projektauftrag verwechselt werden. Ein Projektmanagementplan hat unter anderem die Aufgabe,

1. das Erreichen der Kostenziele des Projekts sicherzustellen
2. das Erreichen der Terminziele des Projekts sicherzustellen
3. die Kommunikation innerhalb des Projektteams zu verbessern
4. das Projekt zu starten

Antwortstrategie

Wir merken uns grundsätzlich, dass im Projektmanagement gar nichts garantiert oder sichergestellt werden kann. Ein Projekt ist einmalig und hat auch jede Menge Unsicherheiten. Deswegen fallen die

  • Antworten 1 und 2 schon mal weg. Außerdem wäre es schön, wenn man seine Kosten- und Terminziele so einfach erreichen könnte…
  • Die Antwort 3 hört sich nicht schlecht an, mal schauen, ob die 4 noch besser wird
  • Die Antwort 4 kann es ebenfalls nicht sein, weil der Projektstart durch den Projektauftrag (“Charter”) erfolgt.

Somit ist die richtige Antwort also die Nummer 3. Der Projektmanagementplan hat zwar nicht nur die Aufgabe, die Kommunikation zu verbessern aber falsch ist die Antwort ja nicht.

Zwei Lernpunkte:

  1. Damit eine der möglichen Antworten richtig ist, reicht es, wenn ein Teilaspekt nicht falsch ist. Eine komplette und umfangreiche Erklärung ist nicht zu erwarten.
  2. Es kann sein, dass eine Antwort nicht falsch ist, eine andere Antwort aber besser bzw. richtiger ist. Dann ist die die richtige.

Typ 2 – Textreiche PMP-Fragen

Manchmal ist der Fragentext einiger PMP-Fragen auch etwas voluminöser. Das kostet dann mehr Zeit zum Durchlesen, Verstehen und Analysieren. In den Jahren ab 2015 waren diese Romane eher die Regel, anscheinend hat sich das Fragentextvolumen in der letzten Zeit aber wieder normalisiert. Im Jahr 2020 wurde berichtet, dass nur noch vereinzelt solche Epos-Fragen zu finden waren.

Eine derartige Frage könnte z.B. so aussehen:

Sie übernehmen ein Projekt ungefähr zur Hälfte seiner zweijährigen Laufzeit. Das Team besteht aus insgesamt 56 Mitarbeiten, mit z.T. externen Mitarbeitern mehrerer Unternehmensberatungen. Es geht um ein Teilprojekt im Rahmen einer Entwicklung eines energieeffizienten Flugzeugtriebwerks. Das Team kommt aus vier Ländern mit zwei kleineren und zwei größeren Standorten. Es gilt herauszufinden, wie diese Einheiten zusammenarbeiten, welche Meetings wo stattfinden, welche Technologie dafür verwendet wird und wie sich dieses Team überhaupt in der Abstimmung zu den verschiedenen Arbeitspaketen gremientechnisch organisiert hat. Wo würden Sie diese Informationen am ehesten suchen und finden?

1. Im Kommunikationsmanagementplan
2. In der Team-Zusammenarbeits-Software 
3. In der Stakeholderanalyse
4. In der RACI-Matrix

Antwortstrategie

Zwar ist das auch nur eine Definitionsabfrage, aber es wird ein Szenario geschildert, das Zeit zum Lesen kostet. Kleiner Trick: Lange Fragen von hinten lesen! Da versteht man erst einmal, wohin die Frage zielen wird und kann den Text oben drüber selektiver lesen.

  • Antwort 1 klingt schon mal nicht schlecht
  • Antwort 2 kann es nicht sein, weil Software als Werkzeug ja auch einem “Output” gehorchen muss. Die Frage gilt eher dem Output, dem Artefakt.
  • Antwort 3 kann es auch nicht sein – In der Stakeholderanalyse werden Erwartungen dokumentiert, aber nicht getroffene Festlegungen.
  • Antwort 4, RACI klingt nicht schlecht, ist aber eine rollenbasierte Verantwortlichkeitsmatrix. Wo Meetings stattfinden ist aber bestimmt nicht in einer RACI dokumentiert.

Somit ist die richtige Antwort also die Nummer 1.

Typ 3 – PMP Fragen nach der besten Möglichkeit

Als nächstes Beispiel kommt hier die wohl schwierigste Frageform. Es handelt sich um ein Szenario, das keine Definition abfragt (wie Typ 2 oben), sondern eine Situation schildert und dann nach der besten Möglichkeit sucht. Das trickreiche dieser PMP Fragen besteht darin, dass die vier Antwortmöglichkeiten sehr dicht beieinander liegen. Irgendwie sind alle “ein bisschen richtig”. Diese Fragen bringen viele Prüflinge zur Verzweiflung, weil sie subjektiv ein ständiges Gefühl des “Ratens” verursachen. Beispiel, gewissermaßen als Kombination aus Typ 2 und 3:

Für das SAP-Migrationsprojekt liegt ein ausgefeilter Kommunikationsmanagementplan vor. Er entstand auf Basis einer Stakeholder-Analyse und ist für die Mitglieder des Projektteams jederzeit auf einem Projektlaufwerk zugänglich. Eine neue Version des Risikomanagementplans (RMP) wird gemäß Kommunikationsmanagementplan an die relevanten Stakeholder verteilt. Während der Mittagspause werden Sie als verantwortlicher Projektleiter von einem Abteilungsleiter – ein wichtiger Stakeholder – angesprochen, dass dieser die neue Version nicht erhalten habe. Nur rein zufällig habe er einen Blick während eines anderen Meetings in das Papier werfen können. Schlimmer noch, er ist mit der dort neu getroffenen Budgetierungsregelung für quantitativ analysierte Risiken nicht einverstanden. Was nun, was machen Sie als nächstes?

  1. Sie notieren sich den Fauxpas in Ihrem Zeitplaner und werden dieses Gespräch nicht vergessen. War Ihnen einen Lehre. Und natürlich wird der fehlende RMP nachgeschickt.
  2. Dieser Sachverhalt muss auf die Agenda des nächsten Steuerkreises – womöglich haben wir noch weitere Personen vergessen und nicht informiert.
  3. Das darf nicht noch einmal vorkommen. Unter allen Umständen muss sichergestellt werden, dass alle uptodate sind. Daher erhalten die Abteilungsleiter künftig jede Projektkommunikation in CC oder BCC.
  4. Der Kommunikationsmanagementplan hat offensichtlich eine Lücke. Diese gilt es zu finden, zu schließen und eine neue Version des KMPs zu erstellen.

Antwortstrategie

Eine zugegebenermaßen noch leichte Variante. Aber beachten Sie auch hier das Textvolumen. Problem ist, dass die die Antworten differenzierter zu sehen sind. Und diese Fragen fordern nun eine gesunde Interpretation sinnvoller Abläufe, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen eines Projektleiters. Denken Sie daran: Die Fragen wurden von Praktikern erstellt, nicht im blauen Turm.

  • Antwort 1 ist eigentlich gar nicht schlecht, aber private Notizen werden das Problem nicht nachhaltig lösen. “Mein Zeitplaner” ist der falsche Ort, meinem Kollegen kann das gleiche Missgeschick wieder passieren.
  • Antwort 2: Der Steuerkreis wird sich bedanken (Achtung – Ironie!), wenn operationale Fehler zum Tagesordnungspunkt erhoben werden. Das ist alleine Sache des Projektleiters, er trägt die Verantwortung.
  • Antwort 3: Hier wäre die nächste Dankesrunde zu erwarten, wenn die Abteilungsleiter jede Projektkommunikation in Kopie erhalten. Nennt sich Spam und Melden macht nicht frei.
  • Antwort 4: Die einzig sinnvolle Antwort

Somit ist die richtige Antwort also die Nummer 4.

Bitte denken Sie daran, dass für die Typen 1 bis 3 auch zwei richtige Antworten möglich sein können. Diese Änderung gibt es seit Januar 2021. Fragen mit zwei richtigen Antworten sind in der Minderzahl und es wird auch im Text deutlich gesagt, dass nun zwei Antworten korrekt sind.

Typ 4 – PMP-Fragen mit zwei richtigen Antworten

So eine PMP-Frage könnte folgendermaßen aussehen – als Abwandlung der oben formulierten Typ-1 Frage:

Ein Projektmanagementplan sollte nicht mit einem Projektauftrag verwechselt werden. Ein Projektmanagementplan hat unter anderem welchen beiden Aufgaben? (Bitte beachten Sie, dass diese Frage zwei richtige Antworten enthält, die beide markiert werden müssen!)

1. Das Erreichen der Kostenziele des Projekts sicherzustellen
2. Eine Grundlage für die Projektausführung zu bilden
3. Die Kommunikation innerhalb des Projektteams zu verbessern
4. Das Projekt zu starten

Antwortstrategie

Wir merken uns grundsätzlich, dass im Projektmanagement gar nichts garantiert oder sichergestellt werden kann. Ein Projekt ist einmalig und hat auch jede Menge Unsicherheiten. Deswegen fällt die

  • Antworten 1  schon mal weg.
  • Die Antworten 2 und 3 hören sich nicht schlecht an, mal schauen, ob die 4 noch besser wird
  • Die Antwort 4 kann es ebenfalls nicht sein, weil der Projektstart durch den Projektauftrag (“Charter”) erfolgt.

Da zwei Antworten gesucht werden, kann es sich nur um Antworten 2 & 3 handeln.

Typ 5 – Drag & Drop

Kurz vor dem Examenswechsel 2021 hat PMI nach fast 50 Jahren (Ja- es gab schon ein PMP-Examen in den 70ern) neue Fragetypen eingeführt. Diese Fragen sind im Moment noch in der Minderzahl im Examen, aber es gibt sie. Mit diesem Fragetyp lassen sich Prozesse, Reihenfolgen oder auch Definitionen abfragen.

Bitte ordnen Sie die Prozesse den jeweils richtigen Prozessgruppen zu

Antwortstrategie

Wie gesagt – es hilft nichts, die Prozesse und die jeweiligen Prozessgruppen müssen sitzen. Egal ob als Textfrage oder als graphische Drag & Drop-Frage.

Speziell bei diesem Beispiel gibt es zwei Dinge zu beachten: Stakeholderidentifikation ist kein Planungsprozess sondern ein Initiierungsprozess. Und der Prozess “Stakeholder analysieren” klingt zwar gut, den gibt es aber nicht. Daher sind die Karten wie folgt zu ziehen:

Ein Fehler in den gezogenen Karten entspricht “Frage falsch”. Es gibt keine halben Punkte oder so.

Typ 6 – Graphische Interpretation

So ähnlich wie bei Drag und Drop wird bei der graphischen Interpretation ein Bild gezeigt und eine Frage gestellt. Dadurch gibt es nur richtig und falsch. Ich finde diesen Fragetyp eher einfach. Würde der Sachverhalt in eine Textform überführt, würde sich das schwieriger gestalten lassen.

In einem Kostenbasisplan gibt es zu einem Budget fünf Zahlungsflüsse des Kunden. Zu welchem Zeitpunkt existiert eine geplante Unterdeckung der Projektfinanzierung? Bitte geben Sie die Nummer ein:

Nun, die S-Kurve ist die Budgetkurve, die ja dann auch als PV Einzug in den Earned Value hält. Und diese grünen Treppen müssen die Zahlungsströme sein – es sind ja fünf Stück. Also wird sich das Projekt im Abschnitt 3 in einer geplanten Finanzierungsunterdeckung befinden.

Typ 7 – Tabellarische Interpretation

So ähnlich wie die graphische Interpretation wird bei der tabellarischen Interpretation ein Zustand gezeigt und eine Frage gestellt. Ansonsten wie Typ 5.

Sie sehen den Ausschnitt einer Risikoliste mit vier Risiken. Welches der vier Risiken würden Sie als Erstes behandeln? Bitte geben Sie die Nummer ein:

Natürlich die Nummer 1 – das ist ja jetzt schon fast zu einfach, zumal in der letzten Spalte auch noch Prio steht. Das Risikobeispiel entstammt übrigens aus unserer Online-Ausbildung “Risiko-Profi”. Und da wird dem Risikoansatz wirklich auf den Zahn gefühlt…

Fazit zu den PMP Zertifizierungsfragen:

Das Zauberwort in diesem Bereich heißt also schlicht und ergreifend: Üben und am besten noch mehr üben! Und dazu auch Definitionen, Berechnungsformeln und Fachausdrücke (auf Englisch) einfach in- und auswendig lernen!

Weniger zielführend ist es, immer nur Fragen zu ackern. Das ist eine gute Strategie, wenn Sie einen definierten und geschlossenen Fragensatz vorliegen hätten, wie z.B. beim Führerschein. Beim PMP-Examen müssen die Konzepte sitzen und nicht auswendig gelernte Fragen.

Ein Probeexamen mit 180 Prüfungsfragen können Sie unter möglichst echten Examensbedingungen jederzeit daheim ausprobieren. Und nun: Viel Erfolg!

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Über den Autor

Thomas Wuttke, PMP, PMI-RMP, PMI-ACP, CSM war für drei Jahre im Board of  Directors für Zertifizierung bei PMI in Philadelphia tätig und hat seit 1999 viele tausend PMPs erfolgreich ausgebildet – über 90% davon in Deutsch. Seinen eigenen PMP hat er 1996 in Boston abgelegt – damals noch mit 8 Stunden Prüfungszeit. Im Jahre 2004 erschien die erste Auflage des Buches “Das PMP-Examen”. Details zur aktuellen Auflage und Hinweise zur Bestellung über den Buchhandel gibt es hier.


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